Elf Mal pro Woche ein neues Hörbuch inklusive

Da such ich gar zu oft nach einem Hörbuch. Auf der Onleihe Schwaben, also in der App der Bibliotheken vor Ort, die wirklich klasse ist. Auf Audible, wo ich mit meinem Abo schon viele tolle Hörbücher günstiger bekomme habe. Doch merk ich nicht, dass ich eine tolle Möglichkeit bisher ganz übersehen habe.

Heute früh wollte ich meine E-Paper öffnen, dort, wo ich die Wertinger Zeitung und die Donau-Zeitung lesen kann.

Ja, auch ich als langjährige Freie Mitarbeiterin, von der ganz viele Berichte in der Zeitung stehen, zahle ganz brav mein Abo.

Komplett: Print, E-Paper, web und mobil zurzeit im Heimat-Bundle, weil ich das iPad wollte. Außer am Sonntag bekomm ich jeden Morgen ab vier die neue Ausgabe des jeweiligen Tages, an Wochentagen auch abends etwa gegen 18 Uhr.

Tja, gut und schön. Ich hab noch nicht gefrühstückt, sollte auch mal was im Haushalt machen. Und da soll ich Zeitung lesen? Ich öffne die App im iPad. Meine Blicke gehen ins Menü, wo ich den Kopfhörer entdecke. Hm, ich drück mal drauf. Da kommt auch schon die Computerstimme, über die ich mich schon bei billig produzierten Videos so amüsiere. Schnell wird der Vizepräsident des Bayerischen Landtags zum WC-Präsident – da ist natürlich meine große Fantasie dran schuld, die ich mir als Zeitungsschreiberin durchaus zugestehe.

Doch bald merk ich, wie praktisch das ist. Ich geh in die Küche, nimm das iPad mit. Ich gestehe, wäre jemand daheim, würd ich mir den Bluetooth-Kopfhörer auf die Ohren setzen. Erstens muss ich das Gerät dann nicht mit rum schleppen, wenn ich von Raum zu Raum geh, zweitens sagt keiner, welchen Schmarrn hörst du dir an. Weil, warum Meghans neue Kleider 145000 Euro kosten, will ich dann schon auch wissen.

Das ist ja cool, denk ich mir. Wünschen würd ich mir, dass das auch an meinem Android-Handy funktioniert. Und noch eins: Einen Button, wo es mir die Zeitung von vorn bis hinten vorliest, damit ich nicht jedesmal zum nächsten Artikel blättern muss. Oder gibt’s den schon?

 

Kopfkino

Da sitz ich wieder mal und hab einen tollen Bericht geschrieben. Eine Reportage über die Theaterprobe in Laugna. Sogar auf der Facebookseite habe ich entdeckt, dass die erste Vorstellung schon ausverkauft ist. Und das am ersten Tag des Vorverkaufs, morgens um neun. Das hab ich alles reingebracht in den Text. Damit ich dann beim Bild merke, zum Text passt das nicht.

Auf der anderen Seite ist es genau das Bild, das die Theaterleute wollen. Alle drauf in einem Gruppenbild. Sieht ja auch gut aus. Vor allem für ein Gruppenbild. Der Text und das Foto sind weg an die Redaktion. Ich hab angerufen und gesagt, dass ich einen tollen Text hab. Bin gespannt, ob bald das Telefon läutet und die Frage kommt: „Hast du noch ein passendes Bild?“ Ich hätt‘ schon eins, das annähernd gehen würde. Selbstkritisch bin ich ja nicht, nein, ich doch nicht. Aber… Das Telefon klingelt, weil ich gar kein Foto ins System eingestellt hab.  Mit lauter Hin- und Herdenken hab ich vergessen, es abzuschicken.